outlets.de Urteil für den Verbraucher

Bereits am 11. Januar hat das Amtsgericht Frankfurt am Main einer Klägerin recht gegeben, auf der Seite von outlets.de zu wenig informiert gewesen zu sein, dass sie sich für einen kostenpflichtigen Dienst mit dem drücken des Buttons “Jetzt Anmelden” anmeldet und so Kosten von 2 mal 96 Euro generiert.

Die Richterin Dr. Stade sieht den Hinweis oben rechts als nicht ausreichend an, um einem Interessenten eines Schnäppchen Forums, genügen anzuzeigen, dass es sich um eine kostenpflichtige Seite handelt die er mit dem Button aktiviert und so einen Vertrag über 2 Jahre (2 mal 96 Euro) eingeht.

Explizit geht Frau Dr. Stade auf den Umstand der Anmeldung ein. Siehe Seite 2 des Urteiles >>>

Endlich nach langem, langem Krieg, wird erkannt das der Betreiber, die iContent, gar nicht anzeigen will, das die Anmeldung zu Kosten führt, sondern viel mehr, alle erdenklichen Mittel sucht, den wahren Grund der Anmeldung, den 2 Jahres-Vertrag, verstecken will. Schon vor über einem Jahr baten wir die Betreiber von Outlets.de den Kostenhinweis in die Anmeldung zu integrieren. Wir, und auch andere Blogs, haben nie Antwort erhalten.

Kläger war übrigens nicht einer der zig tausenden von Deutschen die auf outlets.de reingefallen sind, sondern eine Österreicherin. Danke für diesen Mut.

Urteils-Hinweise

Gericht: AG Frankfurt
Aktenzeichen: 32 C 2609/10-72
Datum: 11.1.2011
Leitsatz (inoffiziell): bei Oulets.de ist der Preishinweis nicht deutlich genug erkennbar
Entscheidung:
Der am rechten Rand ohne weitere Hervorhebung angebrachte Hinweis auf die Gebührenpflichtigkeit wird dabei in der Regel nicht zur Kenntnis genommen. Diesen hätte die Beklagte deutlich – in unmittelbarer Nähe zum Anmeldefeld – hervorheben müssen, um eine wirksame Einbeziehung zu erreichen.
Quelle (>>>)
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MyFreeFarm


2 Comments to “outlets.de Urteil für den Verbraucher”

  1. […] Lesen Sie weiter auf unserem Schwestern-Blog und geniessen Sie das Urteil >>> […]

  2. Spielwunder says:

    Meiner Ansicht nach sollte es endlich ein Gesetz geben, wo ausdrücklich darauf hingewiesen werden muss auf was man sich einlässt. Das zählt auch für das Kleingedruckte in jedem Vertrag. Es ist schon traurig genug, wie man heutzutage über den Tisch gezogen werden kann.

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